Was ist Shared Charter — und wer darf mitfliegen?

Beim Shared Charter teilen sich mehrere Buchende die Kosten eines Privatjets. Es gibt zwei grundlegend verschiedene Modelle:

Shared Charter: Mehrere Passagiere teilen Kosten und Komfort
Shared Charter: Mehrere Passagiere teilen Kosten und Komfort
Shared Charter: Mehrere Passagiere teilen Kosten und Komfort
Shared Charter: Mehrere Passagiere teilen Kosten und Komfort
  • Privat organisierter Shared Charter: Sie buchen einen Jet und teilen ihn mit Freunden, Familie oder Kollegen. Das ist die häufigste Form — vollkommen legal und unproblematisch.
  • Kommerzieller Seat-Sharing: Plattformen wie JetSmarter, Fly Victor oder PrivateFly bieten Einzelsitze auf bereits gebuchten Flügen an. Das ist in der EU nur unter bestimmten Bedingungen zulässig.
Rechtlicher Hinweis: In Deutschland ist der gewerbliche Weiterverkauf von Einzelsitzen auf Privatjets ohne eigenes AOC (Air Operator Certificate) illegal. Wer einen Jet mietet und Sitze öffentlich verkauft, betreibt unlizenzierten Flugbetrieb. Privatjet-Plattformen arbeiten mit lizenzierten Betreibern zusammen — achten Sie auf das AOC des Anbieters.
Shared Charter: Gruppe teilt einen Privatjet — günstiger pro Person als Einzel-Charter
Shared Charter: Gruppe teilt einen Privatjet — günstiger pro Person als Einzel-Charter

Wie viel spart man beim Shared Charter?

Der Kostenvorteil hängt davon ab, wie viele Personen sich den Jet teilen:

StreckeJet gesamt2 Personen4 Personen6 Personen
Frankfurt → Mallorca~5.800 €2.900 €1.450 €967 €
München → Ibiza~6.500 €3.250 €1.625 €1.083 €
Hamburg → Nizza~7.200 €3.600 €1.800 €1.200 €
Berlin → London~5.800 €2.900 €1.450 €967 €

Ab 4 Personen ist ein Privatjet oft günstiger als Business Class. Ab 6 Personen ist er fast immer die günstigste Option pro Kopf — und mit deutlich mehr Komfort.

Shared Charter vs. Empty Legs: Was ist günstiger?

Beide Modelle sparen Geld — aber auf unterschiedliche Weise:

Shared CharterEmpty Leg
FlexibilitätHoch — eigener ZeitplanNiedrig — fixe Route & Zeit
Preisvorteil20–50 % bei Gruppe40–75 % Rabatt
ZuverlässigkeitSehr hochMittel — kann storniert werden
Ideal fürGruppen, Familien, TeamsEinzelpersonen, Flexibel-Reisende

Plattformen für Shared Charter und Seat-Sharing

Diese Anbieter vermitteln geteilte Flüge mit lizenzierten Betreibern:

App-Buchung: Shared Charter über digitale Plattformen
App-Buchung: Shared Charter über digitale Plattformen
  • Fly Victor (victormag.com): Britische Plattform, großes Europa-Netzwerk, Seat-Sharing und Vollcharter
  • PrivateFly: Tochter von Air Charter Service, starke DACH-Präsenz
  • BLADE: Fokus auf kurze Pendelrouten (Helikopter + Jets), stark in US-Märkten
  • NetJets Shares: Fractional-Ownership-Modell mit definierter Verfügbarkeit

So organisieren Sie Shared Charter selbst

Sie müssen keine Plattform nutzen. Wer 4–8 Personen zusammenbekommt, kann direkt beim Broker buchen:

  1. Gruppe zusammenstellen: Familie, Freunde, Geschäftspartner — alle teilen sich Abflugort, Ziel und Zeit
  2. Anfrage stellen: Broker gibt Gesamtpreis an — dividiert durch Kopfanzahl
  3. Kosten aufteilen: Am einfachsten per Banküberweisung oder geteilter Buchung
  4. Extras teilen: Catering, Ground Transport — ebenfalls teilbar

Wann lohnt sich Shared Charter nicht?

Shared Charter ist nicht immer die beste Wahl:

  • Wenn Sie auf Privatsphäre angewiesen sind (Geschäftsgespräche, medizinische Reisen)
  • Wenn Termine schwer zu koordinieren sind
  • Bei kurzfristigen Buchungen, bei denen keine Gruppe verfügbar ist
  • Wenn Sie alleine reisen und keinen passenden Mitfluggast finden

In diesen Fällen sind Empty Legs oder Seat-Sharing-Plattformen besser geeignet. Mehr zu Empty Legs →

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