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Der Begriff "Ambulanzjet" ist präziser als "medizinischer Privatjet" — er bezeichnet ein Flugzeug, das speziell für den Transport nicht-linienflugfähiger Patienten ausgestattet ist. Das Kernstück ist die medizinische Konfiguration: Die Passagiersitze werden teilweise oder vollständig gegen eine Krankenliege, medizinische Rack-Einheiten und Equipment-Verankerungspunkte getauscht. Das Ergebnis ist eine zertifizierte, mobile Intensivstation.
HEMS-zertifizierte Anbieter halten Ambulanzjets der Klassen Light bis Midsize dauerhaft in medizinischer Konfiguration. Für den Transport hoch-komplexer Intensivpatienten kommen Midsize Jets (Challenger 350, Citation XLS+) zum Einsatz — sie bieten Stehraum, Platz für zwei Mediziner und alle relevanten Geräte nebeneinander.
Invasive + nicht-invasive Beatmung. Transportresistentes Gerät, zertifiziert für Lufttransport (z.B. Weinmann MEDUMAT)
12-Kanal-EKG, Pulsoximetrie, Kapnometrie, NIBP — alle Vitaldaten kontinuierlich überwacht
Automatischer externer Defibrillator für Reanimation während des Fluges
Volumetrische Pumpen für Medikamente, Katecholamine, Analgetika — Dosierung im Flug anpassbar
Flüssigsauerstoff oder Druckflaschen für mehrere Stunden Flugzeit
EASA-zertifizierte Ambulanzliege mit fixierten Befestigungspunkten für Intensivpatient
Komplette Notfallmedikation: ACLS, ATLS, Sedativa, Analgetika, Vasopressoren
Begleitung durch DIVI-zertifizierten Intensivarzt oder erfahrenen Flugsanitäter — NDA auf Wunsch